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HelgaJansen,

26.4.1950 Fallingbostel - 11.2.2010 Bremen
 

Helga Jansen besuchte von 1966 bis 1969 in Fallingbostel die Hauptschule. Danach machte sie eine Ausbildung als Zahnarzthelferin und war im erlernten Beruf bis 1976 tätig.

Sie studierte dreieinhalb Jahre an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg und erlangte den Abschluss Diplom-Sozialwirtin. Sie engagierte sich schon sehr früh in der SPD und gründete um 1969 in Fallingbostel mit ihren Brüdern die örtliche Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten.

Auch in der Gewerkschaft (ÖTV) engagierte sie sich. Von 1975 bis 1982 lebte sie in Hamburg. Von 1980 -81 war sie im Jugendzentrum Quickborn beschäftigt. 1982 wurde ihre Tochter Jessica geboren. Nach dem Mutterschaftsurlaub war sie zunächst ohne Beschäftigung. 1982 zog sie nach Bremen-Huchting, wo sie von 1986-1988 als ABM-Kraft im Arbeitslosenprojekt Huchting beschäftigt war. Anschließend war sie 3 Jahre arbeitslos. Danach war sie Sozialarbeiterin in verschiedenen Institutionen der Drogenhilfe, zuletzt bei der comeback gmbh.
Gemeinsam mit Roland Kutzki gründete sie 1986 das Bürger- und Sozialzentrum Huchting (BUS), dessen Vorstandsmitglied und später Vorsitzende sie wurde. Für die SPD, deren zweite. Vorsitzende des Ortsvereins Mittelshuchting sie war, wurde sie 1991 sie als Abgeordnete in die Bürgerschaft gewählt.

Im Mai 1991 beteiligte sie sich an den Aufrufen kritischer Sozialdemokraten gegen den weiteren Bau von Atomkraftwerken und forderte mit anderen Frauen und Männern die SPD auf, nun endlich den § 218 zu streichen.
Bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Parlament im Juni 2003 in war sie in verschiedenen Deputationen und Ausschüssen aktiv: Von 1987 bis 1991 in der Deputation für Soziales, ab 1991 in der Deputation für Bildung und von 1991-1995 in der Deputation für Jugendhilfe, von 1994-1995 im Ausschuss für Angelegenheiten der ausländischen MitbürgerInnen und ihrer Integration und von 1996-1999 im Ausschuss "Ausländerangelegenheiten", ab 1999 im Rechtsausschuss und im Städt. Haushalts- und Finanzausschuss und schließlich ab 2001 im städt. Liegenschaftsausschuss. Nach der Bürgerschaftszeit blieb sie noch bis 2007 Bildungsdeputierte.

Nachdrücklich vertrat sie die Interessen behinderter Kinder. In der örtlichen Arbeiterwohlfahrt war sie ehrenamtlich Ortsvorsitzende in Huchting und Mitglied im Kreisvorstand Bremen. Für die Stadtteilfarm Huchting zeigte sie ein langjähriges Engagement.

Sie war nach 2003 bis zu ihrem Tod als Kommunalpolitikerin im Stadtteilbeirat von Huchting vertreten. Sie war Mit-Initiatorin und Mit-Gründerin von "Aktive Menschen Bremen e.V. (AMeB)" im Oktober 2008. Die Begegnungsstätte wurde nun ein Jahr nach ihre Tod nach ihr benannt. Sie bietet älteren Menschen einen offenen Treffpunkt und Raum für Kommunikation und Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.

Die Begegnungsstätte befindet sich im Stadtteil Huchting, An der Schüttenriehe 8.

Quellen:
Handbuch der 15. Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft
Weser-Kurier, 5.5.91,19.5.91,17.01.2013
Helga Jansen Wikipedia

Autorin: Edith Laudowicz