Biografien| Aktuelles

 
 

 
 


Edith Krüger lebte in ihrer Kindheit in Zoppot. Sie studierte zunächst in Königsberg und ab 1937 in Bremen. Hier hatte sie von 1939 bis 1942 ein eigenes Atelier. In der Ausstellung des Bremer Frauen Ausschusses "Die Welt der Frau" 1949 zeigte sie erstmals Bilder. Sie beteiligte sich an der Ausstellung des Bremer Künstlerbundes 1957 und der Kunstschau in der Böttcherstraß im selben Jahr. Ihre künstlerische Tätigkeit verband sie mit einer Lehrtätigkeit als Kunsterzieherin und dem Verfassen von Rezensionen über Ausstellungen. Bei der Bremer Stadtbibliothek war sie einige Zeit als Graphikerin beschäftigt. Ab 1964 lebte sie in Lesum. In ihren zartfarbigen Aquarellen und ausdrucksstarken Zeichnungen ließ sie sich von der Natur inspirieren, insbesondere die Landschaft zwischen Hamme und Weser hatte es ihr angetan. Sie arbeitete selten direkt vor der Staffelei in der Landschaft, überwiegend war sie mit dem Skizzenblock und Bleistift unterwegs. Eine Reihe ihrer Zeichnungen wurden im Weser-Kurier veröffentlicht. Im Kleinen Olymp im Schnoor hatte sie 1965 ihre erste Einzelausstellung. Über die dort präsentierten Bilder hieß es im Weser Kurier, ihr sei es gelungen das Bestimmende einer Landschaft ohne großen malerischen Aufwand sicher zu erfassen und darzustellen. Allerdings erntete sie auch Kritik: "Es wäre ihren Arbeiten nur zuträglich, wenn sich Edith Krüger entschließen könnte, etwas großzügiger vorzugehen und der Aquarelltechnik größere Rechte einzuräumen. In der Ausstellung waren auch farbenfrohe Interieurs zu sehen, denen der Rezensent eine intensive Beziehung zum Raum bescheinigte. Die Stadtbibliothek Lesum zeigte 1971 Aquarelle und Temperarbeiten der Künstlerin.




Landschaft (Worpswede), Tuschezeichnung, aquarelliert, auf grauem Tonkarton;
Dorfszene mit Fachwerkhäusern), um 1950
Quellen: Weser-Kurier:6.12.55,4.5.57, 15.8.87,25.6.57,2.20.65,23.6.79
Autorin: Edith Laudowicz