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Riesen, Luise von
24.11.1907 Berlin - 2.5.1971 in Bremen


"Ich will nicht Gemaltes mit der Nadel nachahmen, sondern aus Gewebe und Stickwerk eine selbständige Kunsteinheit machen" - (WK 4.5.1959). Dies war Luise von Riesens Auffassung über ihre Arbeit, in der Farben von ihr "Stich um Stich gemixt" wurden. Ihre Bildkunst besteht aus kunstgewerblich orientierten Arbeiten mit Darstellungen von Harlekins, Landschaften und Figurinen in Leinen, Chintz, Wolle oder Rohseide. Im Laufe der Jahre veränderte sie ihren künstlerischen Ausdruck vom Gegenständlichen zum Abstrakten von hoher Qualität. Ihre Gestaltung brachte ganze Bildszenen, Friese und Landschaften hervor. Außerdem wandte sie sich "auch modernen Kompositionen wie gegenständlich aufgelösten Bühnenbildern" (WK) zu. Als gebürtige Berlinerin besuchte sie die Kunstgewerbeschule ihrer Heimatstadt, weiterhin die in Hamburg, später nochmals in Berlin die Hochschule für Bildende Künste.



Ab 1954 lebte Luise von Riesen in Bremen. Sie war mit dem Bildhauer Hans von Riesen in erster Ehe verheiratet, das Ehepaar bekam einen Sohn(Peter). Sie trennte sich aber von ihm, heirte ihn dann nach einer Trennung erneut.Ihr Ehemann starb 1969.
In Bremen wurden ihre Stickereien im November 1964 in einer Einzelausstellung des Graphischen Kabinetts gezeigt, lm Focke-Museum zeigte sie im selben Jahr im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Kunsthandwerk Bildstickereien, nachdem sie bereits mit verschiedenen Werken in Reutlingen und Mannheim in die Öffentlichkeit getreten war.


Die Kommunale Galerie ist im Besitz einer farbigen Stickerei "Hahn". Weitere Werke befinden sich in Privatbesitz. 1987 tauchte die Stickerei "Rotes Fenster" auf einer Auktion auf.rechts eine Seidenstickerei "Netzeflickende Fischer im Hafen"

Literatur und Quellen:
Weser Kurier 4.5.1959,21.10.64,5.11.66, 16.6.70

Autorin: Gisela Hildebrand,ergänzt EL