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Plump, Bertha Emilie

30.10.1852 Bremen - 4.4.1940 Bremen

Bertha war die Tochter des Getreidekaufmanns August Theodor Plump (1811-1890) und seiner Frau Johanne Caroline Therese Plump, geb. Mertens (1820-18979). Sie hatte zahlreiche Geschwister: Anna Julie (1814-1917), Margarethe Johanne Elisabeth, Therese Elisabeth(1842-1930); Anna Julie(1844-1917), Maria Rosalie(1846-?), Hermann Heinrich, Franziska *1848, Johanna(1851-1884), Auguste Theodore (1857 - 1919), Carl August (1858-1883), Louise Nicoline (1860-1922).
Ausgebildet wurde sie bei den Malern Gussow und Smith. Über die Ausbildung bei Gussow schreibt die Malerin Sabine Lepsius, die selber in dessen Schülerinnenatelier in Berlin lernte: "Man konnte bei ihm zwar nichts lernen als das Handwerk, aber dies lehrte keiner so wie er" . Bertha P. war mit Anna Runge und weiteren zwölf Bremer Malerinnen Mitgründerin des Bremer Malerinnen Vereins, bei dem sie lange Jahre die Schriftführung übernahm.
Sie galt als Bildnis- und Stillleben-Malerin, zwei von ihren beeindruckenden großformatigen Porträts in Öl (1886 und 1895), befinden sich im Besitz des Focke-Museums Bremen: Mit geschultem Blick, malerischem und zeichnerischem Können sind Franz Wilhelm Benque und der Domorganist und Musikdirektor Karl Martin Reinthaler erfasst. Klare Hell-Dunkel-Kontraste, Gesichter, die aus dem dunklen Hintergrund auftauchen und eine leichte goldgelbe Tönung zeigen, verweisen auf ein Wissen und die Auseinandersetzung mit der Tradition der Porträtmalerei.
Bertha Plump war Mitgründerin des Bremer Malerinnenvereins und war dessen Schriftführerin. Das von ihr verfasste Gründungsprotokoll befindet sich im Besitz der Kunsthalle. Bertha Plump scheint eine der Künstlerinnen gewesen zu sein, die lebenslang lernten. Als fast 60jährige schrieb sie sich noch in den Jahren 1908-1910 in die Aktklassen des Kunstgewerbemuseums in Bremen ein.



Literatur und Quellen:
Lepsius, Sabine: Ein Künstlerleben um die Jahrhundertwende, München 1972
Krahé, Frauke: Allein ich will, Lilienthal 1990
Thieme/Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Kunst, Leipzig 1933

Autorin: Gisela Hildebrand

Balalaikaspielerin Poträt der Louise Nikoline Tölken