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Soziale Frauenvereine - Künstlerinnenvereine -Berufs-Vereine-politische Vereine Dachverbände
anlässlich des 150 jährigen Bestehen des Vereins hier eine ausführliche Würdigung!

150 Jahre

Frauen-Erwerbs- und Ausbildungsverein
1867 - 2017

Im Januar 1867 gründete sich auf Initiative von Marie Mindermann, Ottilie Hoffmann und Mathilde und August Lammers der Verein zur Erweiterung des weiblichen Arbeitsgebiets,in dessen Vorstand bis 1897 auch Männer vertreten waren. Er richtete eine Koch-, eine Nähs- und eine Fortbildungsschule für den kaufmännischen Beruf ein.
Sein erstes eigenes Vereinshaus war in der Pelzerstraße 8/9. Ein Seminar für Hauswirtschaftslehrerinnen und ein Seminar für Handarbeitslehrerinnen folgten. 1897 konstituierte sich unter Vorsitz von Lucy(Lucie) Lindhorn der Verein neu und nannte sich fortan Frauen-Erwerbs- und Ausbildungsverein (FEAV).


1898 veranstaltete der FEAV vom 19 - 23. April einen großen Bazar, um damit Mittel für den Erwerb des Hauses in der Pelzerstraße zu erlangen. Grundthema für diesen bazar sollte das Thema "Bremer Freimarkt um 1950" heißen, was die Möglichkeit eröffnete, Visionen zu gestalten.Dazu gehörte auch Folgende: "Die Frauenbewegung habe zur Ablösung der Männer- und zu Einführung der Frauenherrschaft geführt. Diese Entwicklung habe eine Sicherung des so lange vergeblich ersehnten Friedens auf Erden erwirkt. Keine Nation erklärt der anderen den Krieg, und alle Menschen seien zufrieden, die ihnen die Schöpfung verliehen hat."1

Geworben wurde mit einem Aufruf, in dem die Tätigkeiten des FEAV beschrieben wurden.Es wurden zahlreiche Schaubilder gestaltet und im Künstlerhaus der Mittelsaal als Prunksaal geschmückt. Zahlreiche phantasievolle Szenerien wurden aufgebaut: eine Räuberhöhle, ein Marktplatz 1930, eine Nordpollandschaft, eine Mondlaandschaft mit Camera Obscura,, es gab ein Mondrestaurant,eine Insel der Glücklichen,ein Worpsweder Schauraum, in der Bilder und kunstgewerbliche Gegenstände verkauft wurden. an einem Mondballon drehte sich eine Gondel und es gab Glücks- und Schießbuden. Obwohl das Fest die beträchtliche Summe von 88.000 einbrachte und sie durch Spenden auf 100.000 Mark aufgestockt wurde, reichte sie nicht um die Finzierungslücke zu decken und der Verein musste eine Hypothek aufnehmen.

Quelle:
1.Schwarzwälder, Herbert: Der Bazar des Frauen- Erwerbs- und Ausildungsvereins 1898 unter dem Motto "Freimarkt 1950, in: Fest und Bräuche in Bremen, Beiträge zur Kultur- und Ssozialgeschichte der Hansestadt, Jahrbuch der Wittheit 1999/2000, S. 190 - 209


Hier finden Sie eine Chronik des Vereins
Vorsitzendes des Vereins
H.Th.Oelrichs 1867 -1870
1871 - 1892 August Lammers
1895 - 1917 Lucy Lindhorn
1918 - 1933 Agnes Heineken
1933 - 1957 Nora Arens
1957 - 1963 Elly Ley
1963 - 1974 Hanni Lohmann
1974 - 1979 u. 1983-1986 Brigitte Schmundt
1980 - 1983 Julie Kulenkampff
1987 - 2002 Gisela Hüller
2003 - 2015 Gertrud Stoevesandt
2015 - Gisela Hüller
Hier finden sie eine Chronik des Vereins



Im Herbst 2006 wurde am Haus des Frauen- Erwerbs- und Ausbildungsvereins in der Carl-Ronning-Str.2 eine Plakette mit folgender Aufschrift angebracht:
1951 von dem Bremer Architekten Bernhard Wessel für den Frauen-Erwerbs- und Ausbildungsverein erbaut. Das sichtbare Ziegelmauerwerk mit fein gegliederter Fassade ist charak- teristisch für die frühe Wiederaufbauphase. 2004 wurde das unter Denkmalschutz stehende Haus umgebaut,es beherbergt jetzt in zwei Geschossen ein Sportartikelgeschäft sowie Seminar- und Büroräume.