Verfolgungen in Faschismus
 
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Politischer und kirchlicher Widerstand gegen den Faschismus

 

Widerstand der Sozialdemokraten

Nach der Machtergreifung der Nazis kam es auch in Bremen zu organisiertem Widerstand gegen die faschistische Diktatur.
Dieser spielte sich auf verschiedenen Ebenen ab: Herstellung und Verteilung von Flugschriften, Agitation in Betrieben, Unterstützung der Familien Inhaftierter.
Direkt nach der Reichstagswahl löst sich die Ortsgruppe des SAJ auf, nachdem sie aufgefordert worden waren, eine Mitgliederliste abzugeben. Sie arbeite jedoch illegal weiter und sandten Kuriere nach Holland und Belgien. Im Garstedter Wald fanden heimliche Treffen satt, wo das eingeschleuste Material verteilt wurde. Seitens der SPD-Führung gab es keine allgemeine Orientierung, wie man sich verhalten sollte. Anna Stiegler ergriff als erste die Initiative auf ihrer Geburtstagsfeier, als sie bei den Eingeladenen Gelder für die Verhafteten sammelte. An dieser Aktion beteiligten sich auch Luise Carstens, Hermine Berthold und Dora Lange. Die Frauen organisierten im Licht- und Luftbad Ausflüge per Rad, zu Fuß und auch mit dem Boot nach Worpswede. Mehr als 70 Frauen beteiligten sich. Im Winter Im Winter traf man sich zum Kaffee trinken oder bei Geburtstagsfeiern. Dabei wurden sowohl Alltagsprobleme als auch Fragen, wie man sich gegen Bespitzelung schützen könne und wie man den Eintritt der Kinder in die HJ verhindern könne, besprochen. Im Sommer 1934 fand eine Dampferfahrt mit 70-90 Teilnehmerinnen statt:"Die Stimmung war glänzend, und man spürte bei jedem einzelnen Teilnehmer die innere Freude, mit Gesinnungsgenossen zusammen zu sein."
Ab 1934 wurde die "Blätter zur Zeit" verteilt - Anna Stiegler diktierte, Luise Carstens tippte die Texte, Dora Lange vervielfältigte die Wachsmatritzen. 1934 kam es aufgrund eines Spitzels zu Verhaftungen, 150 SPD-Mitglieder wurden verurteilt und wurden wegen Weiterführung einer verbotenen Partei oder Hochverrats zu Zuchthausstrafen mit anschließender Überführung in ein KZ bestraft, so auch Anna Stiegler, die in das KZ Ravensbrück überführt wurde. auch Herminde Berthold, die gesellige Zusammenkünfte getarnte politische Treffen der sozialdemokratischen Frauen veranstaltet und illegales Material verteiltehatte,wurde 1934 zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Ein Jahr nach ihrer Entlassung 1936 wurde sie erneut verhaftet, erhielt aber drei Monate später die Freiheit zurück, was möglicherweise damit zusammenhing, daß ihr Mann inzwischen tödlich verunglückt war.

Internationaler Sozialistischer Kampfbund ISK

Der Bremer ISK wurde am 1.1.1939 gegründet. Er war die größte Gruppe im Deutschen Reich. Die Mitglieder verpflichteten sich, nicht zu rauchen, keinen Alkohol zu trinken und vegetarisch zu leben. Der Kampfbund verfügte über eine eigene Schulungsstätte, die "Walkemühle" in der Nähe Kassels. Besonders groß war der Anteil der Frauen: u.a. gehörten dazu: Frieda Arnold,ver. Paul, Jantje Dornberger, Martha Bröker. konzentrierte sich die illegale Arbeit der ISK zunächst auf Schulungsarbeit und Verteilung der Zeitschrift "Blick in die Zeit", in die auch einige Sozialdemokraten einbezogen waren. Ab 1935 wurden verstärkt Flugblätter verteilt.Frieda Arnold erinnert sich, wie sie unter dem Strumpfband Flugblätter verbarg.936 wurden sie z.B. auf den Zufahrtsstraßen zum Freimarkt verteilt, die in kleinen Kinderportemonnais steckten und vor der drohenden Kriegsgefahr warnten. Es gelang dem ISK ein großes Netz von Vertrauensleuten zu knüpfen. Enge Kontakte hatte sie auch zu Ella und Adolf Ehlers. Frieda Arnold hielt enge Kontakte zu Adolf Ehlers von der SAP und auch zum illegalen Leiter der KPD Klaus Bücking. Im Herbst 1936 nahmen sie und Jantje Dornberger an einer illegalen Konferenz der SAP-Nord teil und Ende des Jahres reiste sie über Belgien, wo sie von Paul Henry Spaak (dem späteren Ministerpräsidenten)mit einem gefälschten Pass ausgestattet wurde, nach Paris zu Willi Eichler, um über die Bremer Gruppe zu informieren. 1938 wurde der gesamte innere Kreis des ISK verhaftet, lediglich Irmgard Amelung konnte noch fliehen. Frieda Arnold wurde aufgrund ihrer Kuriertätigkeit zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt und erst schwer krank entlassen 1943 entlassen. Dennoch beteiligte sie sich wieder am Widerstand.


Sozialistische Arbeiter Jugend (SAJ)

Nach der Machtübernahme trafen sich die Mitglieder der SAJ zunächst noch regelmäßig zu Ausflügen. Es herrschte grosse Unsicherheit über die Möglichkeiten des Widerstand.1934 wurde sie zusammen mit einer Reihe anderer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten von der Gestapo verhaftet und anschließend zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt.


Sozialistische Arbeiterpartei (SAP)

Die im Oktober 1931 gegründete SAP hatte keine festen Strukturen, sondern arbeitete eher informell zusammen, so dass es der Gestapo während des gesamten Krieges nicht gelang, die Organisationszusammenhänge aufzudecken. "Die gesamte Organisation wurde auf fünfer- und Dereiergruppen umgestelt, die möglichst keinen Kontakt untereinander haben sollten. Die Führungskräfte wechselten, Anlaufstelle für Kuriere aus Skandinavien waren Ella und Adolf Ehlers, die mit Irmgard Enderle , die nach Schweden emigriert war,engen Kontakt hatten. Die SAP verzichtete darauf, öffentlich durch Aktione in erscheinung zu treten, sondern versuchte alle legalen und halblegalen Formen des Widerstandes zu nutzen, wie z.B. Geldsammlungen, Weitergabe von Informationen, Ella Ehlers für zweimal nach Hamburg und holte illegales Material von dort. Delegierte aus Bremen nahmen an den Auslandstreffen der SAP teil. Außerdem wurden Schulungen durchgeführt. Die Jugendgruppe der (SJV) schloss sich 1938 der SAP an. Selma Vöge und Henni Kastens, die ursprünglich SPD-Mitglied waren, schlossen sich der SAP an, wechselten dann aber zur KPD, wo sie als Kurierin aktiv wurden.
1943 entstand die Initiative zur Gründung einer überparteilichen, antifaschistischen Sammlungsbewegung und ab Ende Mai 1944 fanden regelmäßig Treffen statt. Ende 1944 gehörten zu diesem Kreis, der sich regelmäßig traf, 200 - 400 Antifaschisen aus Bremen und Umgebung. Nach Kriegsende entwickelte sich daraus die Kampfgemeinschaft gegen den Faschismus.


Kommunistischer Widerstand

Schon 1932 wurden erste Vorbereitungen für die illegale Arbeit geschaffen, indem zwei Bezirke zu Oberbezirken zusammenfasst und unter eine Leitung gestellt wurden. "Neben der Aufrechterhaltung der organisatorischen Strukturen und der Emigrantenhilfe, galten besondere Anstrengungen der Aufrechterhaltung der Presse." Die Redaktion sowie die Herstellung der Periodika lag bei Willi Müller, Alma Gross schrieb die Texte für die Zeitungen. Kurierdienste übernahmen die Kontoristin Selma Vöge und Henni Kastens, die zunächst Mitglied der SAP wie auch der SPD gewesen waren. In fast allen Großbetrieben Bremens gab es kleinere Widerstandsgruppen der KPD.
Enge Kontakte wurden zu den Seeleuten gehalten, die aus England die Zeitungen mitbrachten wie auch zu holländischen Genossen.
Schon im März 1933 wurde eine hohe Anzahl von Kommunisten verhaftet. Um die Widerstandsarbeit fortzuführen, wurden sie durch Kommunisten aus anderen Städten ersetzt. Anlaufstelle für die illegale Arbeit war auch Maria Krügers Leihbücherei. Um die illegale Arbeit zu organiseren,traf man sich in Wiekau einem Waldgebiet bei Wildeshausen in, in dem die Familie Boye ein Ferienhaus besaß.
Man achtete darauf, die geselligen Zusammenkünfte von den politischen zu trennen und auch "Untergetauchte" wurden dort nicht untergebracht. Um die Arbeit möglichst unauffällig durchführen zu können, waren die Mitglieder in kleinen Zellen organisiert.
Im Hafen agierte die Gruppe um Willi Müller, sie nahm Kontakt zu ausländischen Kapitänen auf, um Bedrohte aus dem Land zu bringen.1938 wurden alle Mitglieder der Gruppe Müller verhaftet und in verschiedene Konzentrationslager gebracht. Es kam zu Zusammenarbeit von Kommunisten und SPD-Mitgliedern.
1934 kam es zu ersten größeren Verhaftungen,darunter 88 Kommunisten wurden wegen Vorbreitung der illegalen Parteizeitung Die Wahrheit,Organ des RGO und Der Scheinwerfer,Zeitung des Einheitsverbands der Seeleute, angeklagt. Es folgten weitere Massenverhaftungen bis 1935 wurden über 400 Mitglieder der Arbeiterparteien und ihnen angeschlossenen Organisationen aus Bremen, mehr als zwei Drittel von Ihnen Kommunisten, vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht und dem Volksgerichtshof wegen illegaler politischer Tätigkeit angeklagt und - von wenigen Ausnahmen abgesehen - verurteilt.
Zu ihnen gehörten auch Karoline (Lina) Schwartz (5.1.1906-Mai 1945), Kassiererin der KPD, die nach 10 monatiger Untersuchungshaft weitere zweieinhalb Jahre im Zuchthaus Lübeck und anschließend im Arbeitslager Moringen inhaftiert war, Edith Gabriely (17.7.1904-2.6.1971) wegen Verbreitung von KPD-Zeitungen. Sie verbüsste ein Jahr Haft in Oslebshausen, wurde dann zwei Jahre im Gefängnis Lübeck und Wien festgehalten, obwohl sie nur zu einem Jahr verurteilt worden war. Inhaftiert wurde auch die 18jährige Alma Gross, die bei der Herstellung des KPD-Organs "Scheinwerfer" mitgewirkt hatte. Selma Vöge - Kontoristin bei Karstadt - (geb.13.10.03), die von der SPD zur KPD gewechselt war,wurde 1937 verhaftet und 1938 für zu zwei Jahren Zuchthaushaft in Lübeck verurteilt Henni Kastens(12.8.1910)wurde 1938 zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt Emmi Brinkmann, die seit 1934 der Bezirksleitung des KPD angehörte verbüsste eine Zuchthaushaft, Erna Heitmann (4.3.1897-13.8.1970) wurde zu vier Jahren Haft verurteilt, die sie im Gefängnis Lübeck, im KZ Moringen und im KZ Lichtenburg verbringen musste. Dora Kampen wurde im KPD-Haus in der Neustadt verhaftet und ein Jahr im Zuchthaus Oslebshausen eingesperrt und Henni Kasten, die im Juli 1937 verhaftet wurde, die nach fast einjähriger Untersuchungshaft wurde zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Käthe Popall, die am 27.3.1935 verhaftet wurde. Nach zweieinviertel Jahren Einzelhaft wurde ihr der Prozess gemacht. Die Anklage lautete auf "Vorbereitung zum Hochverrat im In- und Ausland". wurde sie zu zwölf Zuchthaus verurteilt. Von 1937 bis 1940 war sie im zentralen Frauenzuchthaus in Lübeck, anschließend bis 1942 im Zuchthaus Jauer vorwiegend in Einzelhaft.


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kirchlicher Widerstand

Nach der Machtübernahme folgte auch ein Zugriff auf die Kirchen. Am 24. Januar 1934 löste NS-Senator und Kirchenkommissar Otto Heider mit einem Handstreich den Kirchentag, das Parlament der Bremischen Evangelischen Kirche, auf. Der von den Nazis eingesetzte „Landesbischof“ Heinrich Weideman (1895–1976) organisierte die Kirchengemeinden nach dem Führerprinzip, in die Kirchenvorstände wurden NS-Gefolgsleute eingesetzt. Während einige Gemeinden diese Neuordnung begrüßten, artikulierte die die Immanuel-Gemeinde mit ihrem Pastor Friedrich deutlich ihre Ablehnung des neuen Regimes: Sie verweigerte den Hitlergruß, flaggte nicht und ließ eine Glocke gießen mit der deutlichen Aufschrift „Die Reiche der Welt gehören unserm Herrn und seinem Christus, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Ab 1934 formierte sich in St.Stephani und ihrer Tochtergemeinde Immanuel Widerstand gegen die NS-hörigen „Deutschen Christen“. Nach der zweiten Bekenntnissynode von Berlin-Dahlem im Oktober 1934 vollzog die Bekennende Kirche die radikale Trennung von den Deutschen Christen und begann damit, eine eigene Kirchenorganisation aufzubauen. In den 1934 gegründeten Landesbruderrat, dessen Vorsitzender Karl Stoevesandt wurde,benannte man auch Magdalene Thimme, Elisabeth Forck sowie die Gemeindehelferin Magdalene Groot-Stoevesandt. Die Gemeindehelferin Magdalene Groot-Stoevesandt schilderte diese Zeit später als „Wüstenwanderung“. Aus dem Südbezirk kam offener Protest. Die schärfsten Kritiker waren Gustav Greiffenhagen und die Lehrerin Magdalene Thimme. Sie hatte bereits früh Hitlers „Mein Kampf“ gelesen und ahnte, was kommen würde. Sie legte den Eid auf den „Führer“ nur unter Vorbehalt ab, trat weder der NS-Volkswohlfahrt noch dem NS-Lehrerbund bei und wurde aus dem Schuldienst entlassen.
"1941 wurde kurz vor der Deportation der noch in Bremen lebenden Juden inder St.Stephaniegemeinde ein Gottesdienst abgehalten.Von den Anwesenden erhielten die getauften Juden in der Annahme, sie würden lediglich zum Arbeitseinsatz gebracht Geld aus der Kollekte und warme Kleidung und Decken. Die Sammlung wurde von Thusnelde Forck, Maria Schröder, Hedwig Baudert und Anna Elisabeth Dittrich durchgeführt, die den Familien das Gesammelte in die die Häuser brachten. Maria Schröder berichtete über ihren Besuch bei der Familie Abraham. Sie wohnte ziemlich kümmerlich in einer der schmalen Altstadtstraßen. In dem großen, fast leeren Wohnraum standen auf dem Fußboden zwei halb gefüllte Koffer. Elend und Angst starrten mich an. Wie schämte ich mich über die Grausamkeit unseres Volkes' Hedwig Baudert begründete ihren Einsatz ‚aus dem innersten Empfinden heraus, daß sie ihren Gemeindemitgliedern ein Wort des Trostes bringen müsse und dass die Abrahams merken möchten, daß sie in Gedanken mit ihnen auf die weitere Reise gehe.' Was nach dem Gottesdienst vor der Kirche geschah, konnte der am Stephanikirchhof wohnende Pastor der Deutschen Christen Fischer beobachten - er meldete es weiter an den Regierenden Bürgermeister. Daraufhin wurden acht Frauen und zwei Männer aus der Gemeinde verhaftet, darunter zwei jüdischer Abstammung, nämlich die Geschwister Ernst Abraham und Anna Ringsdorf. Sie kamen nicht wieder frei und wurden am 18. November 1941 zusammen mit 438 Bremer Juden nach Minsk deportiert und dort umgebracht.
Verhaftet wurden außerdem der Vorsitzende Dr. Gustav Meyer die Gemeindehelferinnen Maria Koppen, Maria Schröder und ihre Stiefmutter Anna Schröder, Emma Gerhold, Maria Maack, Marie Michael und Margarethe Schierenbeck" Auch die vier Lehrerinnen wurden vorgeladen und ihnen wurde die Frage vorgelegt, ob sie in vergleichbarer Situation wieder so handeln würden. Maria Schröder, Hedwig Baudert und Anna Elisabeth Dittrich antworteten bejahend und brachten auch zum Ausdruck, daß sie die staatliche Vorgehensweise gegenüber dem sogenannten "lebensunwerten Leben" nicht billigen konnten. Sie beriefen sich auf ihre Christenpflicht zur Nächstenliebe und sahen ihren Beamteneid durch ihr Handeln nicht verletzt.
Pastor Greiffenhagen entging nur durch Krankheit dem gleichen Schicksal,seiner Familie wurde jedoch trotz ihrer sechs Kinder jede Hilfe für den Haushalt entzogen; die Familie galt fortan als "jüdisch versippt".

Quellen:Drahtseilakt Bekenntnis Anzeigen - Widerstand in der Bremischen Evangelischen Kirche 1933-1945
www.evangelischer-widerstand.de
Wort zum Frieden,in: Jung,R.(Hg.): Wir sind in die Irre gegangen. Evangelische Kirche und Politik in Bremen 1933 bis 1945, Bremen 1984;
StephaniJuden.pdf

Widerspruch oder Kritik

Nicht nur politischer oder kirchlicher Widerstand führt zu Verhaftung und Tod. Je mehr das Regime aufgrund der militärische Niederlagen in Bedrängnis kam, je drastischer wurden die Verfolgungen. Das zeigt z.B. folgendes Schicksal: Im Herbst 1943 fragte eine junge Frau die Verkäuferin Lilly Karmann, eine "Halbjüdin", ob sie ihr bei der Suche einer Wohnung behilflich sein könnte, sie wolle nämlich heiraten. Frau Karmann meinte dazu, es sei doch sehr gewagt, in dieser Situation zu heiraten. Befragt, wie sie sich die Zukunft denke, meinte Lilly Karmann,wahrscheinlich würde Stalin verlangen, dass die deutschen Männer erst wieder die Sowjetunion aufbauten. 'An Aufbau bei uns wird nicht zu denken sein. Und wir hier werden nichts kaufen können und wenig zu essen haben...Strafe muss ja auch sein. Die Nazis müssen erst das ausfressen, was sie sich eingebrockt haben.' Sie wurde angezeigt und vor dem Freisler Gericht zum Tode verurteilt."Mag sie auch bisher nicht politisch aufgefallen sein, solche defätistischen Reden im vierten Kriegsjahr ist doch ein Zeichen dafür, dass sie völlig ehrlos ist... Sie wurde am 27. Januar 1944 hingerichtet." Bremen im 3. Reich, S.397


Literatur und Quellen:
Hier finden Sie einen Aufruf der Kampfgemeinschaft gegen Faschismus 1945 an die Frauen Antifaschistischer Widerstand in Bremen 1933 - 1945, Dokumentation für die Ausstellung, 2. Auflage,Neustadt, Bremen 2001
Markreich Max, Geschichte der Juden in Bremen und Umgegegend, Bremen 2003
Wollenberg, Heer-Kleinert, Müser, Pfliegensdörfer: Von der Krise zum Faschismus, Bremer Arbeiterbewegung 1929-33,Frankfurt 1983
Marßolek,Inge/Ott, René: Bremen im 3.Reich Anpassung-Widerstand Verfolgung, Bremen 1986
Jüdisches Leben in der Bremer Neustadt während der NS Zeit, Arbeitsgemeinschaft Stadtteilgeschichte Bremen neustadt, Bremen 2001